Schweizer sinfonik
Einheimisches Musikschaffen neu entdeckt

Friedrich Theodor Fröhlich
1803 (BRUGG) – 1836 (AARAU)
Friedrich Theodor Fröhlich gilt heute, trotz seines kurzen Lebens, als bedeutendster Schweizer Komponist der Frühromantik. Geboren 1803 in Brugg, besuchte er das Gymnasium in Zürich und liess sich 1822 an der Universität Basel für ein Rechtsstudium immatrikulieren. Dafür, dass er dieses seriös aufnahm, gibt es keine Beweise, dafür umso mehr, dass er bereits früh mit dem Komponieren von Kammer- und Vokalmusik begann. Fröhlich zog für kurze Zeit nach Berlin, musste aber aus gesundheitlichen Gründen bald nach Brugg zurückkehren.
Die Regierung des Kantons Aargau ermöglichte ihm dann mit einem Stipendium einen erneuten Aufenthalt in Berlin. Diesmal blieb Fröhlich vier Jahre und schrieb in dieser Zeit zahlreiche Lieder und Chöre, drei Streichquartette sowie mitunter eine Ouvertüre und eine Sinfonie. Er erhielt gelegentlich Unterricht in Komposition, Satztechnik und Kontrapunkt von Carl Friedrich Zelter und Bernhard Klein. In Berlin begegnete Fröhlich auch Felix Mendelssohn Bartholdy, der ihn aber nicht wie erhofft unterstützte. Richtig Fuss fassen konnte er in Deutschland nicht und so kehrte er 1830 in die Schweiz zurück.
In Aarau erhielt er – auch dank der Hilfe seines Bruders Abraham Emanuel Fröhlich – eine Teilzeitstelle an der Kantonsschule als Musiklehrer. Daneben leitete er Chöre und Amateurorchester und ging seiner eigentlichen Leidenschaft, dem Komponieren nach. Fröhlich kämpfte zeitlebens um Anerkennung für seine Musik und ein sicheres Einkommen. Ein uneheliches Kind erschwerte ihm die Lebenslage zusätzlich. Am 26. Oktober 1836 beendete Fröhlich sein Leben durch einen Sprung in die Aare. Er hinterliess mehr als 700 Werke, allen voran Lieder und Chorkompositionen.
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Friedrich Theodor Fröhlich
Ouvertüre zu Konrad Adolf Dyhrns Tragödie «Konradin»
Live aus der Tonhalle Zürich, November 2024

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