Schweizer sinfonik

Einheimisches Musikschaffen neu entdeckt

August Walter

1821–1896 (BASEL)

August Walter wurde als Sohn des Konditors August Nikolaus in Stuttgart geboren. So überrascht es wenig, dass er zunächst eine Lehre als Konditor absolvierte. Schnell wurde aber klar, dass die Musik seine eigentliche Berufung war. Er studierte in Stuttgart Violine und Komposition bei Bernhard Molique; bei Simon Sechter in Wien vertiefte er seine Ausbildung.

Nach anfänglicher Skepsis übernahm Walter im Frühjahr 1846 die Stelle als Musikdirektor in Basel. Und aus dem etwas holprigen Start – Walter war vor allem mit den Streichern des lokalen Orchesters nicht zufrieden – wurde eine lange und tiefe Verbindung: Er verbrachte die restlichen 50 Jahre seines Lebens überwiegend in Basel. Dort engagierte er sich, neben seiner Tätigkeit als Musikpädagoge, nachhaltig für die Professionalisierung des Konzertwesens und trug – zusammen mit seinen Kollegen Ernst Reiter und Alfred Volkland – massgeblich zum aufblühenden Musikleben der Stadt am Rheinknie bei.

Walter programmierte nicht nur viele seiner eigenen Kompositionen, sondern setzte sich auch für die Aufführung der Werke seiner Schweizer Kollegen Hans Huber und Friedrich Hegar ein – gleichzeitig pflegte er das deutsche romantische sowie das barocke und das Renaissance-Repertoire. Walters grösster kompositorischer Erfolg war die Sinfonie in Es-Dur op. 9, die unter anderem von den Wiener Philharmonikern aufgeführt wurde. Im Jahr 1884 verlieh ihm die Stadt Basel «in Anerkennung seiner Leistungen auf dem Gebiet der Tonkunst» unentgeltlich das Bürgerrecht, wodurch er zum Schweizer Staatsbürger wurde.

Lebenszeitraum

1821–1896 (Basel)

Geburtsort

Sterbeort

Oeuvre

werke von

August Walter

Konzertouvertüre D-Dur, Op. 16

Sinfonie Es-Dur, Op. 9

I. Allegro
II. Adagio
III. Scherzo Vivace
IV. Andante maestoso – Molto vivace

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