Sun
14.2.27 17:00
Uhr
Andermatt
Konzerthalle

Love is in the Air

CHF

135 / 105 / 85 / 60 / 45

alle konzerte
Tour #
Love is in the Air, Olga Scheps, Swiss Orchestra, Lena-Lisa Wüstendörfer

Über das Programm

«Geehrte Frau», «Verehrteste Frau», «Meine herzliebste Freundin», «Meine geliebteste Freundin»: Diese Anreden, die Johannes Brahms in Briefen an Clara Schumann verwendete, sind eine Art Gefühlsbarometer und zeugen von zunehmender Intensität und Vertrautheit. 1854 bricht es aus dem jungen Brahms heraus: «Wie liebevoll blickt mich das trauliche ‹Du› an! Tausend Dank dafür, ich kann’s nicht genug ansehen und lesen […]; selten habe ich das Wort so entbehrt, als beim Lesen Ihres letzten Briefes.» Während er sich 1854 über die intime Anrede freute, diese selbst aber noch nicht zu schreiben vermochte, übermittelte er 1856: «Meine geliebte Clara, ich möchte, ich könnte Dir so zärtlich schreiben, wie ich Dich liebe. […] Deine Briefe sind mir wie Küsse.» Die Spekulationen über die Art dieser Beziehung sind zahlreich. Klar ist, dass Johannes für Clara schwärmte, sich daraus eine lebenslange Freundschaft entwickelte, er sie und ihre Kinder zeitlebens unterstützte und um ihren musikalischen Rat bat. Doch war Clara eben auch die liebende Ehefrau von Robert Schumann.

Robert und Clara mussten ihre Ehe vor Gericht erstreiten, schrieben gemeinsam Tagebuch, erlebten glückliche Jahre mit gegenseitiger Beteuerung ihrer Treue und Liebe. 1845 vollendete Robert sein romantisches Klavierkonzert, bei der Uraufführung als Solistin am Klavier: seine Frau Clara, Inspirationsquelle und wichtigste Interpretin dieses Werks. Gleich zu Beginn schrieb Robert ihren Namen gewissermassen in die Partitur ein: Nach einem Tuttischlag des Orchesters und einer herabstürzenden Akkordfolge im Klavier ertönt das träumerisch-lyrische Hauptthema erstmals in der Oboe, beginnend mit den Tönen C–H–A–A, der italienischen Schreibweise von «Clara»: CHiArA, wie Robert sie zärtlich nannte. Und auch das zweite Werk des Konzertabends, Brahms Sinfonie Nr. 1, steht in Verbindung zu ihr: Johannes schickte Clara während eines Aufenthalts in den Schweizer Alpen 1868 einen Geburtstagsgruss, auf dem er jene Alphornmelodie notierte, die er später in seiner ersten Sinfonie verwendete. Clara war schliesslich auch die Erste, der er die Sinfonie auf dem Klavier vorspielte. Während sie die erste Fassung noch kritisch bewertete, war sie von der Uraufführung überzeugt. Was die drei bis heute verbindet, ist daher nicht nur ihre biografische Verflechtung, sondern die romantische Idee, dass grosse Musik aus grosser, mitunter tragischer, aber auch freundschaftlicher Liebe erwächst. Was gibt es Schöneres zum Valentinstag?

Besetzung

OLGA SCHEPS, Klavier
SWISS ORCHESTRA
LENA-LISA WÜSTENDÖRFER
, Leitung

Konzertprogramm

ROBERT SCHUMANN
Klavierkonzert a-Moll op. 54

JOHANNES BRAHMS
Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68

  • 16:30
    Türöffnung
  • 17:00
    Konzertbeginn
  • 19:00
    ungefähres Konzertende
Spielort

Konzerthalle

Andermatt

Anfahrt

Details zur Anreise finden Sie auf der Website von ANDERMATT MUSIC.

Barrierefreiheit

Die Andermatt Konzerthalle ist barrierefrei zugänglich. Rollstuhltickets erhalten Sie per E-Mail an info@andermattmusic.ch oder bei den Andermatt Alpine Apartments unter der +41 41 888 78 00.

Menschen mit eingeschränkter Mobilität werden die Sitzplätze auf dem Balkon empfohlen. Bei Kammermusikkonzerten und Konzerten mit Neuer Volksmusik wird in der Regel nicht tribüniert bestuhlt: Hier sind sämtliche Plätze stufenlos erreichbar.

Die Andermatt Konzerthalle verfügt über eine induktive Höranlage.

Garderobe

Abendkasse

Die Abendkasse öffnet 1 Stunde vor Konzertbeginn.

Einlass

Einlass in den Konzertsaal ist 30 Minuten vor Konzertbeginn. Verspäteter Einlass ist nur während des Applaus zwischen den Stücken und auf Anleitung des Saalpersonals möglich.

Ermässigungen

Ermässigungen gibt es für Kinder, Schüler*innen, Studierende und Lernende, für Urner*innen, Owner sowie Mitglieder des GotthardMemberClub. Details über die Vergünstigungen finden Sie hier.

Olga Scheps, Klavier

Olga Scheps, Tochter ukrainischer Pianisten, in Russland geboren und seit 1992 in ihrer heutigen Wahlheimat Deutschland lebend, steht für grosse Klangkultur, intensive Ausdrucksstärke und einen Sinn fürs Erzählerische. Bereits im Alter von 4 Jahren entdeckte sie das Klavierspiel für sich und wurde früh von Klaviergrössen wie Alfred Brendel gefördert. Namhafte Dirigenten wie Thomas Dausgaard, Lorin Maazel, José Serebrier, Marcus Bosch, Tugan Sokhiev, Simone Young, Markus Poschner und Pablo Heras-Casado luden Olga Scheps zur Zusammenarbeit mit renommierten Orchestern wie dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, dem Warsaw Philharmonic Orchestra, dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Royal Scottish National Orchestra, der Russischen Staatskapelle Moskau, der Staatskapelle Weimar, dem Zürcher Kammerorchester, dem Orchestre National du Capitole de Toulouse oder der Prague Philharmonia ein.

Olga Scheps konzertiert mit grossem Erfolg in weltbekannten Konzerthäusern wie der Philharmonie Berlin, Elbphilharmonie, Kölner Philharmonie, Alten Oper Frankfurt, Tonhalle Zürich, Tonhalle Düsseldorf, Cadogan Hall London, Suntory Hall in Tokyo und dem Wiener Konzerthaus. Bei den renommierten Festivals in Deutschland und der Schweiz ist sie ein gefragter Gast und spielt leidenschaftlich gerne in kammermusikalischen Formationen. Sie ist Exklusivkünstlerin bei Sony Classical. Ihr Debütalbum Chopin gewann 2009 einen Echo Klassik. Es folgten die Einspielungen Russian Album (2010), Schubert (2012), Vocalise (2015) sowie eine Aufnahme von Chopins Klavierkonzerten Nr. 1 und 2 mit dem Stuttgarter Kammerorchester. 2021 veröffentlichte sie Family. Das Album verbindet berühmte klassische Werke mit neuen Klavierarrangements bekannter Melodien und Soundtracks sowie bisher unveröffentlichter Kompositionen von Schiller (Christopher von Deylen), Chilly Gonzales und von Olga Scheps selbst. Seit 2013 gehört sie offiziell zu den Steinway Artists.

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