Sun
9.4.23 16:30
Uhr
Andermatt
Konzerthalle

Die Geschichte vom Soldaten

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Tour #

Über das Programm

Eine alte Geige, ein Zauberbuch, das grossen Reichtum verspricht, und der Teufel – das sind die drei Hauptzutaten der «Geschichte vom Soldaten». Das Volksmärchen erzählt vom verhängnisvollen Handel eines heimkehrenden Infanteristen mit dem Beelzebub: Der Soldat bringt dem Teufel innert drei Tagen das Geigenspiel bei und überlässt diesem schliesslich seine Violine, wofür er als Gegenleistung ein Buch erhält, dessen geheimer Inhalt ihn wohlhabend werden lässt. Doch der Deal hat seinen Preis – und so erreicht der Soldat seine Heimat nicht drei Tage, sondern drei Jahre später, sodass ihn weder Mutter noch Verlobte wiedererkennt. Obwohl er durch das Zauberbuch zu Reichtum gelangt ist, zieht der Deserteur nun vereinsamt durch die Welt; um der Isolation zu entkommen, macht er es sich zur Aufgabe, eine Prinzessin zu heilen, die der Teufel zuvor verflucht hatte. Durch List beim Kartenspiel und mithilfe einer Menge Alkohol gelingt es dem Soldaten, dem Beelzebub seine alte Geige wieder zu entwenden. Durch das Violinenspiel wird die Prinzessin geheilt und beginnt zu tanzen – der Teufel bricht erschöpft zusammen. Doch scheint der Satan noch nicht besiegt: Als der Märchenheld sich seiner Heimat wieder nähern will, lauert ihm der Teufel erneut auf…

«Zwischen Chur und Wal(l)enstadt, heimwärts wandert ein Soldat» – so beginnt Igor Strawinskys Musiktheaterwerk «L’Histoire du soldat» und versetzt das altrussische Märchen kurzerhand in die Schweiz. Wie kam es dazu? Zwischen 1915 und 1920 war Strawinsky nahe Lausanne ansässig. Der herrschende Erste Weltkrieg erschwerte die Engagements und Auftragsmöglichkeiten an grossen Theatern derart, dass der Komponist sein Schaffen notgedrungen anpassen musste: Gemeinsam mit dem bedeutenden Waadtländer Dichter Charles Ferdinand Ramuz konzipierte er aus der russischen Vorlage ein Bühnenstück für kleines Instrumentalensemble, Erzähler und Tänzer, das auch von einer wandernden Theatertruppe aufgeführt werden konnte. Strawinskys Stil jedoch bleibt kosmopolitisch: Es erklingen Klezmer-Klänge, Pasodoble wie auch ein Luther-Choral, und die Prinzessin tanzt zu Tango, Walzer und Ragtime.

Erzählt wird die Geschichte vom Altdorfer Schauspieler Andri Schenardi, gespielt von Solisten des Swiss Orchestra unter der Leitung von Lena-Lisa Wüstendörfer.

Besetzung

SOLIST*INNEN DES SWISS ORCHESTRA
LENA-LISA WÜSTENDÖRFER
, Leitung
ANDRI SCHENARDI
, Schauspieler

Konzertprogramm

IGOR STRAWINSKY (1892–1971)
Die Geschichte vom Soldaten

Spielort

Konzerthalle

Andermatt

Anfahrt

Details zur Anreise finden Sie auf der Website von ANDERMATT MUSIC.

Barrierefreiheit

Die Andermatt Konzerthalle ist barrierefrei zugänglich. Rollstuhltickets erhalten Sie per E-Mail an info@andermattmusic.ch oder bei den Andermatt Alpine Apartments unter der +41 41 888 78 00.

Menschen mit eingeschränkter Mobilität werden die Sitzplätze auf dem Balkon empfohlen. Bei Kammermusikkonzerten und Konzerten mit Neuer Volksmusik wird in der Regel nicht tribüniert bestuhlt: Hier sind sämtliche Plätze stufenlos erreichbar.

Die Andermatt Konzerthalle verfügt über eine induktive Höranlage.

Garderobe

Abendkasse

Die Abendkasse öffnet 1 Stunde vor Konzertbeginn.

Einlass

Einlass in den Konzertsaal ist 30 Minuten vor Konzertbeginn. Verspäteter Einlass ist nur während des Applaus zwischen den Stücken und auf Anleitung des Saalpersonals möglich.

Ermässigungen

Ermässigungen gibt es für Kinder, Schüler*innen, Studierende und Lernende, für Urner*innen, Owner sowie Mitglieder des GotthardMemberClub. Details über die Vergünstigungen finden Sie hier.

Andri Schenardi, Schauspieler

Andri Schenardi wurde 1980 in Altdorf im Kanton Uri geboren und absolvierte seine Schauspielausbildung an der Zürcher Hochschule der Künste. Sein erstes Engagement führte ihn ab 2007 an das Konzert Theater Bern, wo er u. a. mit den Regisseur*innen Erich Sidler, Matthias Kaschig, Markus Bothe, Jan-Christoph Gockel und Claudia Bauer zusammenarbeitete.

Er spielte diverse Hauptrollen der klassischen und modernen Theaterliteratur, u.a. den Hamlet, Pinocchio, Volpone, Cyrano de Bergerac, Jay Gatsby oder Frau Dr. Mathilde von Zahnd.

Als freier Schauspieler ist er sowohl am Theater wie im Film und Hörspielbereich tätig. Sein grösster Kameraauftritt war die Erzählerfigur Franky Loving in Dani Levys One-Take-«Tatort» «Die Musik stirbt zuletzt». Seit 2014 ist Andri Schenardi freischaffender Schauspieler und spielt unter anderem regelmässig am Grazer Schauspielhaus.

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