Der Feuervogel
CHF
45 (Erwachsene) / 20 (Kinder)

Über das Programm
Jedes Kind in Glarus und Uri kennt die Sage von den zwei Hähnen, die den heutigen Grenzverlauf zwischen den beiden Kantonen massgeblich zu verantworten haben: Im Streit um fruchtbares Land handeln die Bewohner einen Deal aus. Beide schicken sie einen kundigen Fussgänger ins Rennen, der erst dann in Altdorf bzw. Linthal loslaufen darf, wenn der Güggel kräht. Dort, wo sich die beiden Wanderer treffen, soll die kantonale Grenze fixiert werden. Nachvollziehbarerweise ist beiden Parteien daran gelegen, dass ihr Hahn so früh wie möglich kräht, sie wählen dazu aber zwei unterschiedliche Strategien: Die Glarner lassen es ihrem Hahn gutgehen, füttern ihn ausgiebig und hoffen, dass dieser – derart gestärkt – die Bevölkerung frühmorgens weckt. Doch die Glarner, längst wach, versammeln sich traurig um den friedlich schlafenden Hahn. Die Urner hingegen wählen – zwar mit weniger Sinn fürs Tierwohl – die bessere Taktik: Sie lassen ihren Hahn hungern, der daraufhin so früh kräht, dass der Urner Felsenklimmer schon den Berg hinabspringt, als der Glarner Kollege sich auf den Weg macht. – Und so gehört die grösste Alp der Schweiz, der Urnerboden, trotz seiner Lage inmitten des Glarner Gebirges, seit 1315 zum Kanton Uri.
Ähnlich sagenhaft, aber von einem ganz anderen Federvieh handelt das Familienkonzert des Swiss Orchestra. Zu farbmächtiger Musik von Igor Strawinsky erzählt Bernhard Russi die Geschichte des Feuervogels, die der Komponist mit seinen Librettisten auf Grundlage von drei altrussischen Märchen zu einer neuen Legende verwob: Der junge Prinz Iwan gerät auf der Jagd nach dem flimmernden Feuervogel in den Garten des unsterblichen Zauberers Kaschtschei. Iwan fängt den Vogel, lässt ihn auf dessen bitten wieder frei und erhält als Dank eine seiner goldenen Federn geschenkt, die ihm bei Gefahr helfen soll. 13 Prinzessinnen erscheinen daraufhin im Garten, Iwan verliebt sich postwendend in Zarewna. Um sie wiederzusehen, dringt Iwan in den Palast ein und wird vom bösen Zauberer gefangengenommen, der ihn in einen Stein zu verwandeln droht. Mit Hilfe des Feuervogels gelingt es Iwan, das Geheimnis von Kaschtscheis Unsterblichkeit zu lüften und die unheimliche Kraft des Zauberers zu bannen. Anders als die zur Grenzziehung herangezogenen Schweizer Hähne hilft der Feuervogel damit bei der Verbindung von Iwan und Zarewna, die nun glücklich vereint ihr Leben gemeinsam bestreiten.
Besetzung
BERNHARD RUSSI, Erzähler
SWISS ORCHESTRA
LENA-LISA WÜSTENDÖRFER, Leitung
Konzertprogramm
IGOR STRAWINSKY
«Der Feuervogel» (arr. Paul Leonard Schäffer)
- 15:30Türöffnung
- 16:00Konzert (inkl. Pause)
- 17:00ungefähres Konzertende
Konzerthalle
Andermatt
Anfahrt
Details zur Anreise finden Sie auf der Website von ANDERMATT MUSIC.
Barrierefreiheit
Die Andermatt Konzerthalle ist barrierefrei zugänglich. Rollstuhltickets erhalten Sie per E-Mail an info@andermattmusic.ch oder bei den Andermatt Alpine Apartments unter der +41 41 888 78 00.
Menschen mit eingeschränkter Mobilität werden die Sitzplätze auf dem Balkon empfohlen. Bei Kammermusikkonzerten und Konzerten mit Neuer Volksmusik wird in der Regel nicht tribüniert bestuhlt: Hier sind sämtliche Plätze stufenlos erreichbar.
Die Andermatt Konzerthalle verfügt über eine induktive Höranlage.
Garderobe
Abendkasse
Die Abendkasse öffnet 1 Stunde vor Konzertbeginn.
Einlass
Einlass in den Konzertsaal ist 30 Minuten vor Konzertbeginn. Verspäteter Einlass ist nur während des Applaus zwischen den Stücken und auf Anleitung des Saalpersonals möglich.
Ermässigungen
Ermässigungen gibt es für Kinder, Schüler*innen, Studierende und Lernende, für Urner*innen, Owner sowie Mitglieder des GotthardMemberClub. Details über die Vergünstigungen finden Sie hier.
Bernhard Russi, geboren in Andermatt, ist ein ehemaliger Skirennfahrer und gehörte während seiner aktiven Zeit in den 1970er Jahren zu den weltweit besten Athleten in der Disziplin Abfahrt. Er gewann eine olympische Goldmedaille, zwei Weltmeistertitel und wurde mehrfach zum Schweizer Sportler des Jahres gekürt. 1969 fungierte der damals weitgehend unbekannte Bernhard Russi als Stuntman bei den Dreharbeiten zum James-Bond Film «Im Geheimdienst Ihrer Majestät».
Nach Beendigung seiner aktiven Skikarriere war Bernhard Russi unter anderem als Co-Kommentator und Rennanalyst beim Schweizer Fernsehen, als Werbebotschafter sowie als technischer Berater des Weltskiverbandes FIS tätig. Der gelernte Hochbauzeichner plante zahlreiche neue Abfahrtspisten – angefangen mit Olympia Calgary 1988 bis hin zu Olympia Peking 2022, sowie die Weltmeisterschafts-Strecken in Sestriere, Are, Beavercreek und in St. Moritz – und trug damit massgeblich zur Weiterentwicklung des alpinen Skisports bei. Aufgrund seines vielfältigen Engagements und seinen zahlreichen Auftritten in der Öffentlichkeit zählt er bis heute zu den prominentesten Persönlichkeiten des Landes.
Nach seinen gefeierten Auftritten in «Karneval der Tiere» sowie in «Peter und der Wolf» kehrt Bernhard Russi auf die Konzertbühne in Andermatt zurück.
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