Tell, Swiss Legend
CHF
70 / 60 / 40 / 15
-Andrej-Grilc-03978_WEB.jpg)
Über das Programm
Wilhelm Tell, Held des Schweizer Gründungsmythos, hat Künstler*innen zu grossartigen Werken inspiriert. Ein bisschen bezeichnend – und durchaus passend zum Schweizer Understatement – ist es, dass die Geschichte des grossen Nationalhelden jedoch erst über Kunstwerke, die in unseren Nachbarländern geschaffen wurden, internationale Bekanntheit erlangte: Ende des 18. Jahrhunderts – vor dem Hintergrund der französischen Revolution – setzte sich Johann Wolfgang von Goethe im Zuge mehrerer Schweiz-Reisen, die ihn wiederholt auf den Gotthard und nach Andermatt führten, intensiv mit der Sage um Wilhelm Tell auseinander. Er erwog eine Adaption des Stoffs, übertrug die Idee dann aber seinem Freund Friedrich Schiller, dessen Drama 1804 wiederum unter der Regie von Goethe am Weimarer Hoftheater uraufgeführt wurde. Das Stück verbreitete sich rasch und stiess auch auf die Bewunderung des italienischen Operngrossmeisters und Hitgaranten Gioachino Rossini, der Ende der 1820er Jahre, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, in Paris weilte und Tell ein klingendes Denkmal schenkte.
Das Swiss Orchestra widmet dieser sagenhaften Figur der Schweizer Geschichte nun ein eigenes Programm: Eröffnet wird das Konzert «Tell, Swiss Legend» mit der berühmten Ouvertüre zu Rossinis «Guillaume Tell». Mit Hans Hubers Sinfonie Nr. 1, genannt «Tell-Sinfonie», präsentiert das Residenzorchester der Andermatt Konzerthalle unter der Leitung von Lena-Lisa Wüstendörfer ausserdem ein selten gespieltes Werk der Schweizer Sinfonik, das die Geschichte des Nationalhelden aus Schweizer Innenperspektive tönend nacherzählt. Struktur und Klang des Werks suggerieren ein zugrundeliegendes dramatisches Programm, in dem Tells Geschichte in Töne gewandelt scheint: Idyllischen Naturbildern und heroischen Klanggebilden folgen spannungsgeladene, gefahrenimplizierende forte-Passagen, bevor im triumphierenden Finalsatz eine Hymne auf Tell und die Unabhängigkeit zu ertönen scheint. Und wer weiss, vielleicht hört die eine oder der andere auch einen Pfeil durch die Luft sausen…
Zwischen den beiden Tell-Kompositionen erklingt Tschaikowskis kraftvolles, majestätisches, aber auch sehnsuchtsvolles erstes Klavierkonzert, das heute zu den beliebtesten Werken des klassischen Repertoires zählt. Den Solopart übernimmt der brillante Pianist Ilya Shmukler.
Besetzung
SWISS ORCHESTRA
LENA-LISA WÜSTENDÖRFER, Leitung
ILYA SHMUKLER, Klavier
Konzertprogramm
GIOACHINO ROSSINI (1792–1868)
Ouvertüre zu «Wilhelm Tell»
PJOTR ILJITSCH TSCHAIKOWSKI (1840–1893)
Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23
HANS HUBER (1852–1921)
Sinfonie Nr. 1 d-Moll op. 63 («Tell-Sinfonie»)
- 18:45Türöffnung
- 19:30Konzertbeginn
- 21:30ungefähres Konzertende
Theater Casino
Zug
Anfahrt
MIT DEM ÖV
Vom Hauptbahnhof Zug zu Fuss ca. 20 Minuten
Buslinie 603 bis Theater Casino
Buslinien 611, 605 bis Haltestelle Bibliothek
Zug Haltestelle Zug Casino
MIT DEM AUTO
Parkhäuser
Frauensteinmatt oder Altstadt Casino
Barrierefreiheit
PARKPLATZ FÜR MENSCHEN MIT MOBILITÄTSBEHINDERUNG
Vor dem historischen Hausteil steht Ihnen ein markierter Rollstuhlparkplatz zur Verfügung. Bitte achten Sie darauf, dass Ihr entsprechender Ausweis gut sichtbar platziert ist.
ROLLSTUHL
Im Theater Casino Zug sind alle öffentlichen Räume rollstuhlgängig, inkl. Restaurant und Toiletten.
Theatersaal: Die Rollstuhlplätze sind in der Reihe 19 / Plätze 1 und 30.
Festsaal und Kleiner Saal: Die Rollstuhlplätze variieren je nach Bestuhlungsart.
Bitte melden Sie sich im Bedarfsfall beim Kartenverkauf: E-Mail oder Telefon +41 41 729 05 05
HÖRBEHINDERUNG
Im Theatersaal und im Festsaal sind je eine stationäre induktive Höranlage installiert. Es gibt z.Z. keinen Verleih von portablen Empfängergeräten.
Im Theatersaal befinden sich die geeignetsten induktiv-erschlossenen Plätze zwischen Reihe 7 und Reihe 22 (inkl. Randplätze).
Im Festsaal variieren die Bestuhlungsarten. Wählen Sie bitte einen Platz im Parkett bis ca. 4 Meter Abstand von den Wänden.
SEHBEHINDERUNG
Sehbehinderte Gäste werden vom Saalpersonal eng betreut.
Bitte melden Sie sich im Bedarfsfall beim Kartenverkauf: E-Mail oder Telefon +41 41 729 05 05
Garderobe
Abendkasse
Die Vorstellungskasse öffnet 60 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.
Einlass
Ermässigungen
Kinder (bis zum 14. Geburtstag): CHF 15.–
U 25, Studierende / Lernende bis 30 Jahre, KulturLegi: CHF 20.–
IV-Ausweis: CHF 20.–
Eine Begleitperson: 50% auf den regulären Kartenpreis (jedoch mind. CHF 20.–)
Gruppen ab 10 Personen: 10% (auf den Vollpreis)
Mitglieder Theater- und Musikgesellschaft Zug: 10%
Gönner*innen, Förder*innen Theater- und Musikgesellschaft Zug: 20%
Die Ermässigungen sind nicht kummulierbar und nur mit gültigem Nachweis erhältlich.
Concours 2024
Erster Preis, Mozart-Preis, Publikumspreis, Junior Jury Preis, Spezialpreis der Hungarian Radio Art Groups
«Shmukler ist ein Vulkan» und «den Namen von Ilya Shmukler muss man sich jetzt wohl merken», schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung nach seinem Triumph beim Concours Géza Anda 2024 in Zürich, wo er neben dem Ersten Preis vier weitere wichtige Auszeichnungen erhielt. Als er 3 Jahre alt war, entdeckte Iljas Mutter ihn, wie er auf dem Bett herumsprang und Robertino Loretis «Jamaica» sang. Seinen Eltern war es jedoch wichtig, ihren Jungen zu einem vielseitigen Menschen zu erziehen, und so verbrachte er die ersten Jahre auch mit Schule, Tischtennis und Gesellschaftstanz, bevor er sich auf die Musik konzentrierte. Seitdem ist Ilya Shmukler als Solist in Europa und Nordamerika aufgetreten, mit Künstlern wie Mikhail Pletnev, Paavo Järvi, Marin Alsop, Nicholas McGegan, Junichi Hirokami, Anne-Marie McDermott, Anton Nel und David Radzynski sowie mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Musikkollegium Winterthur, den Orchestern des Mariinsky Theaters, in Fort Worth und Sendai, dem Kansas City Chamber Orchestra, den Bayer-Symphonikern und dem New Music Orchestra. Finalist und Preisträger für die «Beste Darbietung eines Mozart-Konzerts» beim Cliburn-Wettbewerb zu sein, ist ein Meilenstein in seiner Karriere, ebenso wie sein Debüt in New York als Gewinner der Carnegie Weill Recital Hall Debut Audition im selben Jahr 2022. Als Absolvent der Klasse von Elena Kuznetsova und Sergey Kuznetsov am Moskauer Konservatorium setzt Ilya seine Studien heute an der Park University (USA) bei Stanislav Ioudenitch fort.
Für alle, die Schweizer Sinfonik nicht nur hören, sondern
leben
Exklusive Vorteile geniessen, Einblicke hinter die Kulisse bekommen & Gutes tun

