Tell, Swiss Legend
CHF
90 / 75 / 60 / 30

Über das Programm
Wilhelm Tell, Held des Schweizer Gründungsmythos, hat Künstler*innen zu grossartigen Werken inspiriert. Ein bisschen bezeichnend – und durchaus passend zum Schweizer Understatement – ist es, dass die Geschichte des grossen Nationalhelden jedoch erst über Kunstwerke, die in unseren Nachbarländern geschaffen wurden, internationale Bekanntheit erlangte: Ende des 18. Jahrhunderts – vor dem Hintergrund der französischen Revolution – setzte sich Johann Wolfgang von Goethe im Zuge mehrerer Schweiz-Reisen, die ihn wiederholt auf den Gotthard und nach Andermatt führten, intensiv mit der Sage um Wilhelm Tell auseinander. Er erwog eine Adaption des Stoffs, übertrug die Idee dann aber seinem Freund Friedrich Schiller, dessen Drama 1804 wiederum unter der Regie von Goethe am Weimarer Hoftheater uraufgeführt wurde. Das Stück verbreitete sich rasch und stiess auch auf die Bewunderung des italienischen Operngrossmeisters und Hitgaranten Gioachino Rossini, der Ende der 1820er Jahre, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, in Paris weilte und Tell ein klingendes Denkmal schenkte.
Das Swiss Orchestra widmet dieser sagenhaften Figur der Schweizer Geschichte nun ein eigenes Programm: Eröffnet wird das Konzert «Tell, Swiss Legend» mit der berühmten Ouvertüre zu Rossinis «Guillaume Tell». Mit Hans Hubers Sinfonie Nr. 1, genannt «Tell-Sinfonie», präsentiert das Residenzorchester der Andermatt Konzerthalle unter der Leitung von Lena-Lisa Wüstendörfer ausserdem ein selten gespieltes Werk der Schweizer Sinfonik, das die Geschichte des Nationalhelden aus Schweizer Innenperspektive tönend nacherzählt. Struktur und Klang des Werks suggerieren ein zugrundeliegendes dramatisches Programm, in dem Tells Geschichte in Töne gewandelt scheint: Idyllischen Naturbildern und heroischen Klanggebilden folgen spannungsgeladene, gefahrenimplizierende forte-Passagen, bevor im triumphierenden Finalsatz eine Hymne auf Tell und die Unabhängigkeit zu ertönen scheint. Und wer weiss, vielleicht hört die eine oder der andere auch einen Pfeil durch die Luft sausen…
Zwischen den beiden Tell-Kompositionen erklingt Tschaikowskis kraftvolles, majestätisches, aber auch sehnsuchtsvolles erstes Klavierkonzert, das heute zu den beliebtesten Werken des klassischen Repertoires zählt. Den Solopart übernimmt die brillante Pianistin Olga Scheps.
Besetzung
SWISS ORCHESTRA
LENA-LISA WÜSTENDÖRFER, Leitung
OLGA SCHEPS, Klavier
Konzertprogramm
GIOACHINO ROSSINI (1792–1868)
Ouvertüre zu «Wilhelm Tell»
PJOTR ILJITSCH TSCHAIKOWSKI (1840–1893)
Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23
HANS HUBER (1852–1921)
Sinfonie Nr. 1 d-Moll op. 63 («Tell-Sinfonie»)
- 16:00Türöffnung
- 17:00Konzertbeginn | Konzerteinführung 16.20 Uhr
- 19:00ungefähres Konzertende
Vaduzer-Saal
Vaduz
Anfahrt
MIT DEM ÖV
Buslinie 11 und 13 bis Haltestelle Vaduz, Post
Tickets, Abos und Online-Tickets gelten auch als Busticket für alle Busse der LIEmobil ab 3 Stunden vor bis 3 Stunden nach der Vorstellung.
MIT DEM AUTO
Gratis parken direkt beim Vaduzer-Saal werktags ab 17 Uhr sowie am samstags und sonntags.
Barrierefreiheit
Es können Rollstuhlplätze gebucht werden. Für Fragen und Anliegen vor Ort steht Ihnen der Abenddienst jederzeit zur Verfügung.
Garderobe
Abendkasse
Die Abendkasse öffnet jeweils 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Sie erreichen die Abendkasse telefonisch unter +423 237 59 69
Einlass
Ermässigungen
Olga Scheps, Tochter ukrainischer Pianisten, in Russland geboren und seit 1992 in ihrer heutigen Wahlheimat Deutschland lebend, steht für grosse Klangkultur, intensive Ausdrucksstärke und einen Sinn fürs Erzählerische. Bereits im Alter von 4 Jahren entdeckte sie das Klavierspiel für sich und wurde früh von Klaviergrössen wie Alfred Brendel gefördert. Namhafte Dirigenten wie Thomas Dausgaard, Lorin Maazel, José Serebrier, Marcus Bosch, Tugan Sokhiev, Simone Young, Markus Poschner und Pablo Heras-Casado luden Olga Scheps zur Zusammenarbeit mit renommierten Orchestern wie dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, dem Warsaw Philharmonic Orchestra, dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Royal Scottish National Orchestra, der Russischen Staatskapelle Moskau, der Staatskapelle Weimar, dem Zürcher Kammerorchester, dem Orchestre National du Capitole de Toulouse oder der Prague Philharmonia ein.
Olga Scheps konzertiert mit grossem Erfolg in weltbekannten Konzerthäusern wie der Philharmonie Berlin, Elbphilharmonie, Kölner Philharmonie, Alten Oper Frankfurt, Tonhalle Zürich, Tonhalle Düsseldorf, Cadogan Hall London, Suntory Hall in Tokyo und dem Wiener Konzerthaus. Bei den renommierten Festivals in Deutschland und der Schweiz ist sie ein gefragter Gast und spielt leidenschaftlich gerne in kammermusikalischen Formationen. Sie ist Exklusivkünstlerin bei Sony Classical. Ihr Debütalbum Chopin gewann 2009 einen Echo Klassik. Es folgten die Einspielungen Russian Album (2010), Schubert (2012), Vocalise (2015) sowie eine Aufnahme von Chopins Klavierkonzerten Nr. 1 und 2 mit dem Stuttgarter Kammerorchester. 2021 veröffentlichte sie Family. Das Album verbindet berühmte klassische Werke mit neuen Klavierarrangements bekannter Melodien und Soundtracks sowie bisher unveröffentlichter Kompositionen von Schiller (Christopher von Deylen), Chilly Gonzales und von Olga Scheps selbst. Seit 2013 gehört sie offiziell zu den Steinway Artists.
Für alle, die Schweizer Sinfonik nicht nur hören, sondern
leben
Exklusive Vorteile geniessen, Einblicke hinter die Kulisse bekommen & Gutes tun

